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POLEN UND POLENS NACHBARN  IM DEUTSCHEN FERNSEHEN

Sa 28.01.12  WDR    00:00 bis 00:45 Uhr
AUSCHWITZ WAR AUCH MEINE STADT
„Als ich mit dem Zug nach Auschwitz fuhr, da guckte ich aus dem Fenster und sah in der Ferne lauter so gestreifte Häufchen, wie Kartoffelkäfer. Bloß größer. Und das wusste ich nicht, dass das Häftlinge waren. Das war meine erste Begegnung mit Häftlingen, die in Auschwitz stationiert waren“, erinnert sich Johanna Scherzberg, die mit 19 Jahren ihr strenges Elternhaus in Thüringen verließ und als kaufmännische Angestellte der IG-Farben nach Auschwitz zog. „Ich hatte nicht das Gefühl, in eine polnische Stadt zu fahren, das hieß ja Auschwitz. Und das war ja eine deutsche Bezeichnung,“ sagt Johanna heute, öffnet bereitwillig ihr Tagebuch und ihr Fotoalbum und erzählt von der, so sagt sie, „schönsten Zeit ihres Lebens“. Als eine der ersten beiden Frauen ging sie im Sommer 1942 zum Aufbau des neuen Chemiewerkes der IG Farben von Leuna nach Auschwitz. Auschwitz hieß bis Kriegsbeginn Oswiecim und war die Heimat des Juden Josef Jakubowicz. Er verbrachte hier eine unbeschwerte Kindheit, bis die Nazis kamen und der 14-Jährige als Zwangsarbeiter das Konzentrationslager Auschwitz bauen helfen musste, ohne zu ahnen, welchem Zweck es einmal dienen würde. Sein Elternhaus wurde abgerissen, weil es den Blick auf das Lager verstellt hätte, seine Familie deportiert. Im Nachbarhaus lebte Karol Parcer, Josefs Freund unter den Christen. Seine Familie musste ihr Haus räumen für die SS-Offiziere. Aus Brzezinka, dem Dorf, in dem die beiden Jungen zur Schule gegangen waren, wurde das Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau, in dem Josefs Eltern und fast seine ganze Familie ermordet werden sollten - wenige Meter von dem Ort entfernt, der einmal ihr zu Hause war. Josef wurde durch 8 Konzentrationslager getrieben und überlebte wie durch ein Wunder. Nach dem Krieg in seine Heimatstadt zurückzukehren, war für ihn undenkbar. Karol hat die Schreckensherrschaft der Deutschen in Auschwitz erlebt und die Stadt nie verlassen. Für die Deutsche Johanna Scherzberg waren die Jahre in Auschwitz eine produktive Zeit, eine Aufbauzeit. Sie saß im Vorzimmer des Betriebsleiters Walter Dürrfeld und ist vermutlich die letzte Zeitzeugin, die erzählen kann, wie sich das Leben der deutschen IG Farben Mitarbeiter in Auschwitz in Sichtweite zum Massenmord an den europäischen Juden im Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau abgespielt hat. Und sie tut dies mit bemerkenswerter Offenheit und in zahlreichen, bisher unveröffentlichten Privatdokumenten. Aus der Perspektive dieser drei Zeitzeugen erzählt die Dokumentation, wie aus der Stadt Oswiecim, die wegen ihrer reichen jüdischen Kultur einmal als das polnische Jerusalem galt, die „deutsche Musterstadt“ Auschwitz wurde. Eine Stadt, in der tausende deutsche Siedler, SS-Angehörige und Angestellte der IG Farben in Saus und Braus lebten, während gleich nebenan millionenfach gemordet wurde. In den ganz persönlichen Lebensgeschichten von Johanna Scherzberg, Josef Jakubowicz und Karol Parcer spiegeln sich die historischen Ereignisse zwischen dem 1. September 1939, dem Tag des Überfalls auf Polen, bis zum 27. Januar 1945, dem Tag, an dem die Konzentrationslager von Auschwitz von sowjetischen Truppen befreit wurden. An Originalschauplätzen wird zum ersten Mal neben der Geschichte der Konzentrationslager und Vernichtungslager Auschwitz auch die Geschichte der Stadt erzählt. Gedreht wurde unter anderem in der Villa des Lagerkommandanten Rudolf Höss mit Blick auf das Konzentrationslager und die Kommandantur, im katholischen Pfarrhaus der Stadt, in dessen Keller sich in unverändertem Zustand die Gestapo-Zellen verbergen, und auf dem Sportplatz von Sosnowitz, auf dem im August 1943 tausende Juden von der SS zusammengetrieben, selektiert und ins Gas nach Auschwitz-Birkenau geschickt wurden. Unter ihnen Josefs Eltern und hunderte andere Juden aus Auschwitz, die vor den Toren ihrer eigenen Stadt ermordet wurden. Gedreht wurde auch in der Chemiker-Siedlung, die in Auschwitz eigens für die Angestellten der IG Farben errichtet wurde.

Di 31.01.12  NDR    15:15 bis 16:00 Uhr
LEBEN IN DRACULAS WÄLDERN
Mit 1.500 Kilometern Länge sind die Karpaten der längste Gebirgszug Europas. Kurt Mayer folgt in seinem Film den Wegen und Entdeckungen des Wanderhirten Vasile aus Budesti - tief ins dunkle Herz Europas, von den Waldkarpaten an der Grenze zur Ukraine bis in die südlichen Höhen des Fagaras-Gebirges. Hajduk, Vasiles treuer vierbeiniger Begleiter, hat in diesem Jahr viel zu lernen. Mit der erfolgreichen Abwehr eines Karpatenbären besteht er seine Feuertaufe als Hirtenhund. Der Karpatenbogen beherbergt die größte Bären- und Wolfspopulation Europas. Ohne wehrhafte, gut ausgebildete Hirtenhunde ist hier Weidewirtschaft unmöglich. Ein Karpatenwolf reißt durchschnittlich ein Schaf pro Jahr. Im internationalen Vergleich ist diese Quote sehr niedrig. Der Grund dafür: In Rumänien werden die Schafherden durchgehend von Schäfern bewacht und von intensiv trainierten Hunden gegen Angreifer geschützt. Auf seinem Weg durch die Wälder entdeckt Vasile zahlreiche Naturschönheiten der Karpaten, wie zum Beispiel die Scarisoara Höhle bei Nucet. Sie ist Teil eines 3500 Jahre alten Gletschersystems, das in über einhundert Metern Tiefe die letzten Warmzeiten überdauert hat. Am Sonntag zum Kirchgang in Srbi erscheinen die Frauen in weißen, bestickten Blusen mit bunt verzierten Pelzwesten. Am Hals tragen die Bäuerinnen in mehreren Reihen glitzernde Glasperlen. Dort lernt Vasile die schöne Delia kennen und verliebt sich in sie. Kann er das Herz seiner Angebeteten erobern?

Di 31.01.12  3Sat     17:00 bis 17:45 Uhr
DIE OSTSEE (Teil 1)
Zwischen Deutschland und Estland
Ein grenzenloser Reichtum an Formen, Farben und Leben, geboren am Ende der Eiszeit - die Ostsee ist das größte Brackwassermeer der Welt. Bis heute ist sie im Wandel, ein Prozess, der noch lange nicht abgeschlossen ist. Die zweiteilige Naturdokumentation „Die Ostsee“ zeigt die Entstehungsgeschichte dieses einmaligen Meeres und seiner Küsten, beleuchtet die vielfältige und interessante Tier- und Pflanzenwelt, besucht die Menschen, die von und mit der Ostsee leben. Teil eins folgt dem Küstenverlauf von Mecklenburg bis nach Estland. Vorbei an den endlosen Sandstränden und geschützten Bodden der Halbinsel Darß, Rastplatz für 50.000 Kraniche und andere Zugvögel, zu den berühmten Kreidefelsen Rügens, die schon den Maler Caspar David Friedrich inspirierten. Oberhalb der Klippen in den Buchenwäldern des Nationalparks Jasmund zieht Damwild seine Kitze auf. Weiter geht es nach Usedom mit seinen Seevogelkolonien.

Di 31.01.12  3Sat     17:45 bis 18:30 Uhr
DIE OSTSEE (Teil 2)
Zwischen Litauen und Dänemark
Ein grenzenloser Reichtum an Formen, Farben und Leben, geboren am Ende der Eiszeit - die Ostsee ist das größte Brackwassermeer der Welt. Bis heute ist sie im Wandel, ein Prozess, der noch lange nicht abgeschlossen ist. Die zweiteilige Naturdokumentation „Die Ostsee“ zeigt die Entstehungsgeschichte dieses einmaligen Meeres und seiner Küsten, beleuchtet die vielfältige und interessante Tier- und Pflanzenwelt, besucht die Menschen, die von und mit der Ostsee leben. Teil zwei folgt dem Küstenverlauf von Litauen bis nach Dänemark. Das Filmteam setzt die Reise auf der Kurischen Nehrung fort. Sie ist berühmt für mächtige Wanderdünen und malerische Fischerdörfer. Von hier aus geht es weiter zu den felsigen Küsten Estlands mit urwüchsigen Wäldern, in denen noch so seltene Tiere wie Vielfraße leben. Weiter nordwestlich, zwischen Finnland und Schweden, liegt im flachen glitzernden Wasser die Kinderstube der Kegelrobben.

Fr 03.02.12  MDR    13:15 bis 14:00 Uhr
DER NATIONALPARK ZEMAITIJA IN LITAUEN
Der Nationalpark Zemaitija liegt im Nordwesten Litauens, in der Region Zemaitija-Niederlitauen. Eine hügelige Landschaft, geformt durch den Rückzug der Gletscher vor 12 000.Jahren. Seit 1991 stehen hier 21.700 Hektar unter Schutz: 26 Seen, Kleingewässer und Flüsse, Moore und Auen. Fast die Hälfte des Gebietes ist von Wäldern bedeckt. Dort haben die scheuen und seltenen Schwarzstörche seit Jahren ihr Nest. Nur zwei Brutpaare gibt es im Nationalpark Zemaitija. Anders als ihre weißen Verwandten suchen die Schwarzstörche verborgene Walddomizile, um ihre Jungen großzuziehen. Im Wald dösen tagsüber Fledermäuse in Vogelnistkästen, die Nationalpark-Mitarbeiter jedes Jahr in der streng geschützten Kernzone Plokstine aufhängen. An menschliche Nähe haben sich viele der 15 in Litauen heimischen Fledertierarten gewöhnt. Breitflügelfledermäuse versorgen ihre Jungen im Dachstuhl einer Kirche. Ein Braunes Langohr hält Winterschlaf in einem frostfreien Kartoffelkeller. Andere Arten ziehen hierfür die Bunker einer ehemaligen sowjetischen Raketenbasis vor. Während Edelkrebse in den meisten europäischen Gewässern Ende des letzen Jahrhunderts der Krebspest zum Opfer gefallen sind, haben sie im niederlitauischen Nationalpark überlebt. Von Dezember bis Mai tragen die Weibchen etwa 200 Eier unter ihrem Schwanz. Wie die Erwachsenen graben sich die jungen Krebse Wohnröhren in den Schlammgrund eines Steilhangs im größten See, dem Plateliai-See. 50 Meter misst er an seiner tiefsten Stelle. Dort leben noch Quappen. Barsche und Hechte ziehen die licht-durchfluteten Schilfgürtel in Ufernähe vor. Insbesondere im Herbst bevölkern grüne Schwämme und große Kolonien des Gallertigen Moostierchens den See. Indem sie winzige Planktonorganismen aus dem Wasser filtern, sorgen sie für seine Klarheit. Bei der „Ökomedia 2004“ wurde „Europas wilder Osten - Der Nationalpark Zemaitija in Litauen“ als bester Naturfilm mit dem „Goldenen Luchs“ ausgezeichnet.

Sa 04.02.12  12:05 bis 12:35 Uhr
UNBEKANNTE KARPATEN
Von Hirten, Huzulen und der längsten Hochzeit der Welt
Die Russland-Korrespondentin Ina Ruck reist entlang der ukrainisch-rumänischen Grenze, quer durch ein vergessenes Gebirge - quer durch die ukrainischen Karpaten. Fernab aller Zivilisation besucht Ina Ruck einen Trupp ukrainischer Grenzsoldaten. Sie versorgen sich selbst, züchten Schweine und ziehen Gemüse vor der Kaserne. Ihr Job besteht hauptsächlich darin, verirrte Bergtouristen aus Rumänien wieder zurück über die Grenze zu schicken, denn die Grenze zwischen der EU und dem Osten verläuft hier beinahe unbemerkt - und unbefestigt. Die Reise führt auf einen der höchsten Berge, wo riesige verwaiste Radardome einer ehemaligen sowjetischen Abwehranlage stehen. Ein Lokalpolitiker sucht noch Investoren, die diese Ruinen in Karpatenhotels umwandeln wollen. Derzeit aber haben Schäfer sie zu Unterständen für ihre Schafherden umfunktioniert. Schließlich begleitet Ina Ruck eine Blasmusikkapelle durch die Dörfer - sie spielen bei Hochzeiten und Beerdigungen auf und kennen jeden in der Gegend. Die Hochzeiten hier solllen die längsten der Welt sein.
Zeit für Tiere - Artisten auf Samtpfoten

Di 07.02.12  Arte     10:30 bis 10:45 Uhr
IN SASCHAS WÄNDEN
Moldawien
Schnappschüsse aus der Ex-UdSSR ist eine Reihe von 15 13-minütigen Kurzfilmen (Dokumentationen und Animationen), die von 15 jungen Regisseuren der ehemaligen Sowjetrepubliken gedreht wurden. Sie spiegeln den Blick einer neuen Generation auf ihre im Umbruch begriffene Welt wider. Diese Generation traf der Wechsel des Systems, in dem sie sozialisiert wurde, mit voller Wucht. Ganz unvorbereitet war sie mit Problemen wie Identität, Arbeitslosigkeit und Krise konfrontiert. Sascha arbeitet seit seinem 14. Lebensjahr: als Autowäscher, in einer Eisfabrik, einer Fleischfabrik und als Computerprogrammierer. Vor einiger Zeit hat er sich als Tätowierer selbstständig gemacht. Er hat nur einen Wunsch: Moldawien zu verlassen und nach Norwegen auszureisen, wo seine Frau und sein Sohn leben. In dieses Ziel steckt er seine ganze Kraft, denn er möchte endlich leben. Unauffällige, gedemütigte Randfiguren der neuen Gesellschaften sind es, die das Interesse des 25-jährigen Filmregisseurs Georgy Agadjanean aus Moldawien wecken. In seinen Kurzfilmen erzählt er von den Sehnsüchten und Fesseln der neuen Arbeitswelt und kommt dabei seinen Protagonisten erstaunlich nahe.



Regelmäßig wiederkehrende Magazine
Grenzgänger - z drugej strony
Deutsch-polnisches Magazin
Erscheinungsweise alle 4 Wochen montags um 15:30 Uhr auf MDR
Näheres zum Programm siehe MDR

Kowalski trifft Schmidt
Das deutsch-polnische Journal
Erscheinungsweise alle 14 Tage am Sonntag 19:00 Uhr auf rbb
Kowalski und Schmidt sind Allerweltsnamen für “den” Polen und “den” Deutschen. Wie leben sie, welche Probleme haben sie, wo gibt es Gemeinsames, wo Trennendes?
Näheres zum Programm siehe rbb

rbb um Sechs
Das Ländermagazin
Jeden Donnerstag gegen 18.15 Uhr zeigt der RBB Rahmen der Sendereihe” rbb um Sechs” Nachrichten aus Polen.

Warschauer Notizen
Feuilletonistisches Magazin des ARD-Studios in Warschau
Erscheinungsweise in größeren Abständen.



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 letzte Aktualisierung 25.01..2012














 

 


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