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| Veranstaltungen | Bühnen | Polen im TV |
POLEN UND ANGRENZENDE STAATEN IM DEUTSCHEN FERNSEHEN
 Sa 28.08.10 NDR 12:45 bis 13:30 Uhr POLEN IM PULS Das Schleswig-Holstein Musik Festival 2010 Polen im Puls - Schleswig-Holstein Musik Festival 2010, das größte Klassik-Festival des Nordens wird 25 Jahre alt. Von alter Musik bis zur Avantgarde, von Chormusik bis Chopin, von Kammermusik bis Klezmer, von großer Sinfonik bis zum Jazz reicht die musikalische Palette unserer polnischen Nachbarn. Mit dabei sind Weltstars wie Christoph Eschenbach, Nigel Kennedy, Tzimon Barto, Valery Gergiev und Martin Grubinger. Thomas Kahlcke fasst die Höhepunkte zusammen.
So 29.08.10 3Sat 21:00 bis 21:45 Uhr ÖSTLICH DER ODER (Teil 2) Durch das Posener Land Beim Erntedankfest in Krobia in der Nähe von Leszno ist das ganze Dorf auf den Beinen. Mit Kutschen geht es zur Kirche, wo die Erntekränze gesegnet werden, danach in einer feierlichen Prozession zum Festplatz. Jetzt, im Spätsommer, werden überall im Posener Land Tomaten, Zuckerrüben und Kartoffeln geerntet. In Posen, der Metropole Westpolens, ist der Marktplatz vollständig restauriert und strahlt wieder im alten Glanz. In den schmucken Häusern lebten einst Handwerker und Händler. Ein besonderer Blickfang ist das alte Rathaus aus dem 16. Jahrhundert. In das Posener Land kamen um 1720 katholische Einwanderer aus dem Fränkischen, die Bamberger. Im Laufe der Zeit haben sie sich vollständig in die polnische Gesellschaft integriert. Aber noch immer sind sie stolz auf ihre Herkunft. Der zweiteilige Film führt östlich der Oder entlang. Der letzte Teil führt durch das Posener Land.
Mi 01.09.10 3Sat 03:55 bis 05:20 Uhr SCHATTENLAND Reise nach Masuren Masuren ist ein dünn besiedelter Landstrich. Früher war der Fischreichtum in den wohl 3.000 Seen sprichwörtlich. Noch heute ist die Fischerei ein wichtiger Wirtschaftszweig neben der Landwirtschaft. Die Böden für die Landwirtschaft sind meist schlecht und die Winter sehr lang. Beharrlich trotzen die Bauern der masurischen Erde dennoch Getreide ab. Bis heute zählt Masuren trotz des Tourismus zu den ärmsten Gegenden Europas. Besonders betroffen sind die Grenzregionen zur russischen Exklave Kaliningrad. Der Dokumentarfilm von Volker Koepp stellt Menschen vor, die sich für einen Aufschwung des Landes einsetzen. Er und sein Kameramann Thomas Plenert begegnen Bewohnern Masurens, die nach dem Zweiten Weltkrieg in dieser Gegend gestrandet sind, Polen und Ukrainer, die als Bauern und Fischer ihr Auskommen suchen. Sie stellen aber auch Menschen vor, die, fasziniert von der masurischen Landschaft, einen Neuanfang wagen. Unter ihnen ein polnisches Ehepaar, das mit großem Engagement Häuser renoviert und an Touristen vermietet.
Do 02.09.10 3Sat 00:10 bis 01:10 Uhr ARBEITER AUS DANZIG An der Tür des Hauses Eduard-Grunow-Straße Nr. 2 in Bremen steht rot auf weiß „Solidarnosc“. Über der Tür hängt eine weiß-rote Fahne mit weißem Adler. Dort ist das Informationsbüro der polnischen „Unabhängigen, Selbstverwalteten Gewerkschaft Solidarität“ für die Bundesrepublik Deutschland, in dem sechs Werftarbeiter und Gewerkschafter aus Danzig arbeiten und wohnen. Am späten Nachmittag des 13. Dezember 1981 kamen sie als Gewerkschaftsdelegation der Danziger Leninwerft in Bremen. Sie waren von der Arbeiterkammer Bremen eingeladen worden. An diesem Tag erhielten sie die Nachricht, dass tausende Funktionäre von „Solidarnosc“ verhaftet und interniert wurden. So blieben die Männer erst einmal in der Bundesrepublik. In dem Film von Hans Dieter Grabe erzählen Betroffene, wie sie die dramatischen Tage auf der Werft im August 1980 als Mitglieder des betrieblichen Streikkomitees und spätere Gründungsmitglieder der Gewerkschaft erlebten. Dazu zeigt der Film dokumentarische Filmaufnahmen vom Streik und den Verhandlungen zwischen Arbeitervertretern und der Regierung.
 Do 02.09.10 3Sat 12:45 bis 13:00 Uhr ESTLAND: SAAREMAA Insel der Frauen Estland, das nördlichste der drei baltischen Länder, hat eine turbulente Geschichte hinter sich. Seit dem Mittelalter war es immer wieder besetzt - zuletzt unter russischer Herrschaft. Seit 1991 ist das Land jedoch unabhängig. Seitdem hat sich viel geändert, auch auf der Insel Saaremaa. Doch eines ist unverändert geblieben: Noch immer ist das Eiland fast ausschließlich von Frauen bewohnt. Während die Männer auf See oder dem Festland arbeiten, versuchen sie, die alten Traditionen der Fischerinsel zu bewahren. Der Film stellt die Insel Saaremaa und den Alltag ihrer Bewohner vor.
Do 02.09.10 Arte 18:05 bis 19:00 Uhr POLEN: ÄRGER IM REVIER Der Nordosten Polens besitzt mit den Masuren eine Region mit noch fast intakter Natur. Im 19. Jahrhundert fielen Wälder und Seen Polens unter die Herrschaft des russischen Zaren Alexander II. Um die polnischen Adeligen für ihre Freiheitskämpfe zu bestrafen, erweiterte er das Fischereirecht auf die ihm loyal gebliebenen Bauern. Dieses besondere Fangrecht wurde bis heute nicht offiziell aufgehoben, und es gibt immer noch Einheimische, die darauf bestehen, auch wenn der Staat die Seen und Wälder inzwischen privat verpachtet hat. Das polnische Gesetz bietet keine klare Lösung. So müssen Jungunternehmer wie Andrzej Falkowski allein sehen, wie sie mit dem Problem fertig werden. Seine Strategie besteht darin, potenzielle Fischdiebe und Wilderer zu beschäftigen, ihnen Arbeit und damit Brot zu verschaffen. Leszek Michalkiewicz, Bauer und Vater von fünf Kindern, ist einer davon. Die Fische seines Chefs lässt er inzwischen zwar in Ruhe, die anderen Bauern bedienen sich aber weiterhin. Am Morgen finden Andrzej Falkowski und sein Sohn immer wieder leere, mit dem Messer zerschnittene Netze in ihren Seen. Um endlich eine Lösung für den schwelenden Konflikt zu finden, setzt er ein Treffen mit den Nachbarn an. Erstmals sollen sich die verfeindeten Parteien an einem Tisch zusammensetzen
 So 05.09.10 MDR 12:35 bis 12:50 Uhr OSTWÄRTS: MIT DEM RUCKSACK DER SONNE ENTGEGEN (Teil 5) Idyllische Verbannung Die Esten sagen: „Wer böse war, der muss nach Ruhnu!“. Die zwölf Quadratkilometer kleine Insel Ruhnu liegt mitten in der Ostsee. Klingt ein wenig nach Verbannung. Als Julia das erfährt, sitzt sie allerdings schon im Propellerflugzeug und schwebt über der Bucht von Riga. Jetzt gibt es kein Zurück. Die Ostseeinsel hat eine überschaubare Anzahl an Einwohnern. Innerhalb weniger Stunden lernt Julia das halbe Dorf kennen, Dreh- und Angelpunkt ist der Laden. Da ist der Busfahrer, der gleichzeitig der Feuerwehrchef der Insel ist, die Vermieterin der Ferienbungalows, die auch im Laden an der Theke steht und die Lehrerin, die zusammen mit ihren drei Kollegen ganze acht Schüler zu betreuen hat - alles in klein eben. Vom Westen Estlands geht es weiter bis an die östlichste Grenze: zum Peipussee. Dort haben sich vor 300 Jahren russische Altgläubige angesiedelt, weil sie für ihren Widerstand gegen die Kirchenreformen im Zarenreich verfolgt wurden. Julia bereist die kleinen Dörfer am See und nimmt die Altgläubigen und ihre Traditionen unter die Lupe.
So 05.09.10 BR alpha 14:30 bis 15:15 Uhr DER MANN AUS MASUREN Siegfried Lenz
So 05.09.10 RBB 19:00 bis 19:25 Uhr Mo 06.09.10 MDR 15:33 bis 16:00 Uhr KOWALSKI TRIFFT SCHMIDT Deutsch polnisches Journal
 Di 07.09.10 Arte 18:05 bis 19:00 Uhr EIN DORFLADEN REIST DURCH LETTLAND 360° - Geo Reportage Lettgallen, auch „Land der blauen Seen“ genannt, liegt in Lettland, im östlichen Winkel der EU. Vor zehn Jahren hat Janis Cukmachs in der dünn besiedelten Region, in der es kaum öffentliche Verkehrsmittel und nur wenige Läden gibt, begonnen, Zahnpasta, Brot, Fische oder auch Gummistiefel zu verkaufen, indem er mit seinem klapprigen Kleinbus über die Dörfer fährt. Selbst Sonderbestellungen wie Grabsteine oder Särge hat er den Kunden schon gebracht. Dreimal die Woche fährt er raus - egal, ob es stürmt oder schneit. Der gelernte Maschinist stand zunächst vor dem Nichts, als das Milchkombinat, in dem er 25 lange Jahre gearbeitet hatte, in den 90er Jahren geschlossen wurde. Heute ist er mit seinem Dorfladen auf Rädern eine Institution. Die Menschen kennen Janis, verlassen sich auf ihn, geben Bestellungen auf und fragen nach dem Neuesten aus der Gegend. Pro Fahrt bewältigt Janis Cukmachs um die 150 Kilometer auf Schotterpisten und Feldwegen. Jede Fahrt ist eine Belastungsprobe für den alten Bus. Hinzu kommt, dass viele von Janis’ Kunden mit einer kleinen, oft unregelmäßig ausgezahlten Rente auskommen müssen. Junge Leute leben längst nicht mehr in Lettgallen. Doch die Menschen haben keineswegs resigniert. Seit Lettland 2004 Mitglied der EU geworden ist, kommen die Dinge wieder ins Rollen. Janis Cukmachs passiert täglich Felder, die bis zu 15 Jahre lang brachgelegen haben und heute mit Hilfe von EU-Geldern wieder bewirtschaftet werden. Auch ihn zieht es nach Europa, denn nach 23 Jahren würde er gerne mal wieder ein paar Tage Urlaub machen, vielleicht in Italien, „denn dort soll es ein paar schöne Gebäude geben“.
Do 09.09.10 Arte 08:00 bis 08:45 Uhr POLEN, ÄRGER IM REVIER 360° - Geo Reportage Die Region von Suwalki, nordöstlich der polnischen Masuren, ist eine der wenigen Gegenden Europas mit noch intakter Natur: In den Wäldern leben Biber, Hirsche und Wildschweine, in den Seen tummeln sich Hechte und Aale. Die Menschen leben seit Generationen von Jagd und Fischfang. Manche legal, viele illegal. Um die Fischzucht professionell zu betreiben, hat der ehemalige Förster Andrzej Falkowski vom Staat einige Seen gepachtet. Dies hindert seine Nachbarn jedoch nicht, weiter in den Seen fischen. Der Streit zwischen Pächter und Bauern tobt seit Jahren. Lange Zeit waren die Wälder und Seen Polens Eigentum von König und Adel. Im 19. Jahrhundert fielen sie unter die Herrschaft des russischen Zaren Alexander II. Um die polnischen Adeligen für ihre Freiheitskämpfe zu bestrafen, erweiterte er das Fischereirecht auf den Seen auf die Bauern, die ihm gegenüber loyal geblieben waren. Dieses besondere Fangrecht wurde bis heute nicht offiziell aufgehoben, weshalb die heimischen Familien weiter darauf bestehen - auch wenn der Staat die Seen und Wälder inzwischen privat verpachtet hat. Pächter und Anlieger sehen sich beide im Recht, und das polnische Gesetz bietet keine klare Lösung. So müssen Jung-Unternehmer wie Andrzej Falkowski allein sehen, wie sie mit dem Problem fertig werden. Eine Strategie besteht darin, potenzielle Fischdiebe und Wilderer zu beschäftigen, ihnen Arbeit und damit Brot zu verschaffen. Leszek Michalkiewicz, Bauer und Vater von fünf Kindern, ist einer davon. Er hat gelernt, sich im Leben durchzuschlagen. Sein brüchiges Haus hat er zu sozialistischen Zeiten selbst gebaut, die Mangelwaren Zement und Holz gegen illegal geschossenes Wild oder heimlich gefangenen Fisch getauscht. Seine sieben Hektar Getreideacker bringen nur kümmerlichen Ertrag. Der Boden der Region ist sandig, Industrie hat sich in dem Grenzdreieck zwischen Polen, Litauen und Weißrussland nie entwickelt. Die Fische seines Chefs lässt Michalkiewicz inzwischen zwar in Ruhe, die anderen Bauern bedienen sich aber weiterhin: Am Morgen finden Andrzej Falkowski und sein Sohn immer wieder leere, mit dem Messer zerschnittene Netze in ihren Seen. Um endlich eine Lösung für den schwelenden Konflikt zu finden, ist nun mit den Nachbarn ein Treffen angesetzt. Erstmals sollen sich die verfeindeten Parteien gegenüber treten.
 Do 09.09.10 Arte 13:00 bis 13:30 Uhr AUF NACH EUROPA Veiko, Estland Veiko lebt in Estland, genauer gesagt in einem Vorort von Tallinn. Er hat die beeindruckende Statur eines Wikingers, aber dahinter steckt eine vielschichtige Persönlichkeit voller Selbstironie und Humor. Er wird oft von Selbstzweifeln geplagt und hinterfragt sich gerne selbst. Veiko ist eigentlich Maler. Seit er jedoch mit dem Drehen von Filmen angefangen hat, fehlen ihm die Zeit und die Muße zum Bildermalen. Doch viele Dinge gleichzeitig zu machen ist für ihn ein innerer Drang: Deshalb malt er, realisiert daneben Werbefilme oder abgefahrene Musikvideos. Zurzeit treibt ihn der Wunsch nach einem eigenen Fleckchen Erde um. "Ich glaube, ich brauche einen Ort, an den ich gehen kann, wenn ich hier von der Stadt genug habe und mich ausgelaugt fühle. Ich will aber auch wieder nach Tallinn zurückkommen können", sagt er. Deshalb ist er auf der Suche nach einem Haus auf dem Land. Mit seinem Motorrad, in das er viel Zeit und Geld steckt, steuert er die Insel Hiiumaa an. Dort möchte er ein altes Gebäude finden, wo er in aller Ruhe Geschichten schreiben und vielleicht sogar Antworten auf seine existenziellen Fragen finden kann.
Sa 11.09.10 RBB 15:55 bis 16:10 Uhr WARSCHAUER NOTIZEN Deutsch-polnisches Feuilleton
 So 12.09.10 MDR 12:25 bis 12:40 Uhr OSTWÄRTS: MIT DEM RUCKSACK DER SONNE ENTGEGEN (Teil 6) Weiße Nächte in Tallinn Julias Reise führt nach Käsmu, ein kleines Dorf an der Nordküste Estlands. Hier lebt Arne Vaik. Er sammelt alles, was irgendwie mit dem Meer zu tun hat. Julia kommt aus dem Staunen nicht heraus: Arnes Haus ist ein Museum und so unkonventionell wie er selbst. Wer glaubt, es gäbe nur maritimen Kleinkram zu sehen, täuscht sich gewaltig: Arne hat eine Hinterlassenschaft der Wikinger bei sich gehortet: ein tausend Jahre altes Schwert, das er hütet wie seinen Augapfel. Dass Volksmusik nicht gleich Volksmusik ist, erfährt Julia an allen Ecken in Estland. Schon seit 1869 findet alle fünf Jahre ein großes Sängerfestival in Tallinn statt, bei dem 30.000 Sänger das Lied von der Morgenröte schmettern. Ihre Reisebekanntschaft Merle Noormägi aus Saku singt in einem Chor, der bei diesem besonderen Festival auftreten wird. Julia besucht sie kurzerhand bei der Probe und dem anschließendem Auftritt. Nebenbei bekommt sie Backstage von der singesfreudigen Merle tolle Tipps, wie man die Stimme „ölt“. Nach 30 Tagen hat Julia ihr Reiseziel erreicht und ist in Tallinn. Sie wollte der Sonne entgegen reisen, doch das mit der Sonne ist so eine Sache ganz oben im Norden: Entweder versteckt sie sich hinter den Wolken und bleibt unsichtbar, oder sie will einfach nicht untergehen. Daher nimmt sie sich an ihrem letzten Abend in Tallinn vor, erst dann ins Bett zu gehen, wenn es wirklich dunkel geworden ist - und erlebt so eine der berühmten weißen Nächte.
 Mo 13.09.10 RBB 12:45 bis 13:00 Uhr MIT DEM WASSER LEBEN Polens Masuren - Schiffe über Land Wasser, Wald und immer wieder Wasser - so sieht die Landschaft südlich von Danzig aus. Ein Kanal verbindet seit über 140 Jahren viele Seen in den Westmasuren miteinander. Einst war der Kanal Transportweg an die Ostsee. Heute ist er eine Touristenattraktion, denn hier können die Schiffe über Land fahren. Zwischen den Seen besteht ein Höhenunterschied von fast 100 Metern. Ein preußischer Baurat hat im 19. Jahrhundert ein ausgeklügeltes Aufschleppsystem erfunden, mit dem Schiffe auf Schienen bergauf geschleppt werden können.Bis heute funktioniert diese Technik allein durch Wasserkraft. Seit drei Generationen arbeitet die Familie Skowrónski hier. Für die Brüder Alojzy und Jozef ist das Schiffsaufschleppen ihr Leben. Beide haben den Beruf von ihrem Vater übernommen, beide wollen ihn an ihre Kinder und Kindeskinder weitergeben. Doch die junge Generation hat andere Berufswünsche. Der Film zeigt den Generationenkonflikt und erzählt die Geschichte des Kanals in sozialistischen wie kapitalistischen Zeiten.
 Di 14.09.10 Arte 08:00 bis 08:45 Uhr EIN DORFLADEN REIST DURCH LETTLAND 360° - Geo Reportage Lettgallen, auch „Land der blauen Seen“ genannt, liegt in Lettland, im östlichen Winkel der EU. Vor zehn Jahren hat Janis Cukmachs in der dünn besiedelten Region, in der es kaum öffentliche Verkehrsmittel und nur wenige Läden gibt, begonnen, Zahnpasta, Brot, Fische oder auch Gummistiefel zu verkaufen, indem er mit seinem klapprigen Kleinbus über die Dörfer fährt. Selbst Sonderbestellungen wie Grabsteine oder Särge hat er den Kunden schon gebracht. Dreimal die Woche fährt er raus - egal, ob es stürmt oder schneit. Der gelernte Maschinist stand zunächst vor dem Nichts, als das Milchkombinat, in dem er 25 lange Jahre gearbeitet hatte, in den 90er Jahren geschlossen wurde. Heute ist er mit seinem Dorfladen auf Rädern eine Institution. Die Menschen kennen Janis, verlassen sich auf ihn, geben Bestellungen auf und fragen nach dem Neuesten aus der Gegend. Pro Fahrt bewältigt Janis Cukmachs um die 150 Kilometer auf Schotterpisten und Feldwegen. Jede Fahrt ist eine Belastungsprobe für den alten Bus. Hinzu kommt, dass viele von Janis’ Kunden mit einer kleinen, oft unregelmäßig ausgezahlten Rente auskommen müssen. Junge Leute leben längst nicht mehr in Lettgallen. Doch die Menschen haben keineswegs resigniert. Seit Lettland 2004 Mitglied der EU geworden ist, kommen die Dinge wieder ins Rollen. Janis Cukmachs passiert täglich Felder, die bis zu 15 Jahre lang brachgelegen haben und heute mit Hilfe von EU-Geldern wieder bewirtschaftet werden. Auch ihn zieht es nach Europa, denn nach 23 Jahren würde er gerne mal wieder ein paar Tage Urlaub machen, vielleicht in Italien, „denn dort soll es ein paar schöne Gebäude geben“.
 Mi 15.09.10 3Sat 01:15 bis 02:00 Uhr „MAMA“ IST DER SCHÖNSTE LOHN Eine Familie im Osten Tschechiens Ein Garten im tschechischen Dorf Písecná am Fuß der schlesischen Beskiden im Dreiländereck Tschechien - Polen - Slowakei: Auf einer Decke tummeln sich acht Kinder zwischen drei und 13 Jahren. Sieben von ihnen sind Roma. Sie lutschen Eis, albern herum und lachen. Vor einigen Jahren gab es noch andere Bilder von ihnen, Fotos in Zeitschriften unter der Überschrift: Heimkinder suchen Eltern. Ivetka, Dominika, Eva, Krystýnka, Petr, Joná, Nikolas und Samuel haben Glück gehabt. Jana und Ale Borkovcovi nahmen sie auf, obwohl das Paar bereits drei erwachsene Söhne aus Janas erster Ehe und die gemeinsame 15-jährige Tochter Rozalie hatte. Acht Pflegekinder - das ist für die Eltern nichts Besonderes: „Wir hatten immer noch Platz für ein Bett, und am Tisch war immer noch ein Stuhl frei.“ Sie nahmen so viele Roma-Kinder zu sich, weil diese kaum eine Chance haben, in eine andere Pflegefamilie aufgenommen zu werden. Borkovcovis erziehen die Kinder zweisprachig, denn Ale ist Tscheche, und Jana ist Polin. Außerdem halten sie die Kinder zum Musizieren an. Denn Ale Borkovcovi, der in jungen Jahren Tanzmusiker war, möchte, dass auch sie ein Instrument beherrschen. Sein Wunsch scheint sich zu erfüllen: Rozalie und Eva nehmen Klavierunterricht, Petr lernt Flöte, Dominika spielt Geige. Der Film stellt die ungewöhnliche Familie vor und begleitet sie in ihrem Alltag.
Mi 15.09.10 WDR 09:45 bis 10:00 Uhr WARSCHAUER NOTIZEN Deutsch-polnisches Feuilleton
Mi 15.09.10 RBB 12:30 bis 13:00 Uhr POLEN: DER WIEDERAUFBAU VON BRESLAU Aus der Reihe „Orte des Erinnerns“ In der Nacht vom 15. auf den 16. Februar 1945 schloss die Rote Armee das von den Deutschen besetzte Breslau ein. Die heftigen Kämpfe dauerten fast drei Monate. Mehr als 80 000 Zivilisten wurden getötet. Breslau, die ehemalige Hauptstadt Niederschlesiens, wurde fast völlig zerstört. Lange schien die Zukunft der Stadt ungewiss. Nachdem Breslau - polnisch Wroclaw – endgültig dem polnischen Staatsgebiet zugeschlagen wurde, konnte in den 1950er Jahren der Wiederaufbau beginnen. Heute erstrahlt Breslau in neuem Glanz.
 Mi 15.09.10 NDR 22:35 bis 23:05 Uhr TAXI NACH KÖNIGSBERG Fahrt in die verlorene Heimat Hans Wiegner ist Taxifahrer - und Spezialist für die ausgedehnten Touren älterer Damen,die nicht mit Bus, Bahn oder Flugzeug auf große Fahrt gehen, sondern per Taxi. Diesmal geht es von Königsfeld im Schwarzwald nach Kaliningrad, dem ehemaligen Königsberg in Ostpreußen. Fahrgast ist Christa Pfeiler, 75 Jahre alt und gebürtige Königsbergerin. Nach mehr als 60 Jahren will Christa Pfeiler mit Hans Wiegner und seinem Taxi auf große Erinnerungstour in ihre verlorene Heimat gehen.
Mi 15.09.10 RBB 15:15 bis 16:00 Uhr DIE OSTSEE (Teil 2) Zwischen Deutschland und Estland Die Ostsee ist das größte Brackwassermeer der Welt. Der Film folgt im ersten Teil der Ostseeküste von Mecklenburg bis nach Estland. An den endlosen Sandstränden und geschützten Bodden der Halbinsel Darss vorbei zu den berühmten Kreidefelsen Rügens, die schon den Maler Caspar David Friedrich inspirierten. Oberhalb der Klippen in den Buchenwäldern des Nationalparks Jasmund zieht Damwild seine Kitze auf. Weiter geht es nach Usedom mit seinen Seevogelkolonien und traditionsreichen Kaiserbädern. Von dort überschreitet das Filmteam die polnische Grenze und erkundet die imposanten Wanderdünen Pommerns und die alten Gassen in Gdansk, dem ehemaligen Danzig. Die Reise endet an den einsamen Stränden des Baltikums. Bis heute ist die Ostsee im Wandel, ein Prozess der noch lange nicht abgeschlossen ist. In dieser zweiteiligen Naturdokumentation wird die Entstehungsgeschichte dieses einmaligen Meeres und seiner Küsten gezeigt, die vielfältige und interessante Tier und Pflanzenwelt beleuchtet und die Menschen, die von und mit der Ostsee leben vorgestellt.
Do 16.09.10 RBB 12:30 bis 13:00 Uhr MEIN POLEN Die vier Gesichter Krakaus Krakau hat mehr zu bieten als prächtige Architektur. Abseits der Touristenrouten kann man die Stadt und ihre Geschichte neu entdecken. Dort zeigen sich das jüdische, das österreichisch-galizische, das päpstliche und das junge Krakau. Der Film "Mein Polen: Die vier Gesichter Krakaus" begleitet unter anderem Überlebende von "Schindlers Liste", die zum ersten Mal wieder in die Stadt an der Weichsel kommen, zeigt Krakauer, die noch immer das Andenken des österreichischen Kaiser Franz Joseph hochhalten, und stellt Taucher vor, die den Papst aus Krakau, Johannes Paul II., unter Wasser verehren.
Do 16.09.10 3Sat 12:45 bis 13:00 Uhr POLEN: WIR FAHREN NACH LODZ Lodz, die zweitgrößte Stadt Polens, war im 19. Jahrhundert das weltweit bedeutendste Textilzentrum und hat heute eine beachtliche Kulturszene. Wo früher Baumwollmaschinen für die industrielle Revolution brummten, vibrieren heute Musikboxen und surren Kameras. Statt schwitzender Arbeiter tummeln sich Immobilienmakler, Kulturschaffende und Künstler. Besonders die angehenden Filmemacher lieben die Stadt, in der Alt und Neu so dicht beieinander liegen. In der Stadt werden die meisten Filme Polens produziert, weshalb sie gelegentlich „Hollylodz“ genannt wird. Der Film stellt die polnische Kulturmetropole Lodz vor.
Fr 17.09.10 RBB 12:30 bis 13:00 Uhr DANZIG: DIE LENIN-WERFT Aus der Reihe „Orte des Erinnerns“ Danzig, an der Ostsee gelegen, ist heute mit 550 000 Einwohnern, die sechstgrößte Stadt Polens. Die Danziger sind stolz auf ihre Stadt, die in der jüngeren europäischen Geschichte eine wichtige Rolle gespielt hat. Die Massenproteste der Werftarbeiter in den 70er Jahren waren der Anfang einer Bewegung, die schließlich zum Fall der Berliner Mauer führte und damit zu einer neuen politischen Ordnung in Europa. Danzig hat im Laufe einer wechselvollen Vergangenheit viele verschiedene Besatzer erlebt – auch die Deutschen. Am 1. September 1939 überfielen die Nationalsozialisten Danzig. Der Zweite Weltkrieg begann. 1945 konnte die Stadt von der Roten Armee befreit werden und kam in den Einflussbereich der Sowjetunion. Das wirtschaftliche und politische Leben wurde nach sozialistischen Vorgaben neu geordnet. In den 70er Jahren des 20. Jahrhunderts sank der Lebensstandard in Polen, was zu nationalen Konflikten führte. In Danzig gingen die Werftarbeiter auf die Straße, doch die Demonstrationen wurden blutig niedergeschlagen. Zehn Jahre später streikten die Arbeiter erneut, aber nun mit dem Ergebnis, dass die erste freie und unabhängige Gewerkschaft Solidarność; gegründet wurde. Die Arbeit der Solidarność; trieb in Polen einen Demokratisierungsprozess an, der 1988 zu Verhandlungen am „Runden Tisch“ und schließlich zum Sturz des sozialistischen Regimes führte. Die berühmte Danziger Werft, der „Ausgangspunkt“ der Demokratiebewegung, musste 1996 ihren Bankrott erklären. Heute steht hier das Museum „Der Weg in die Freiheit“ ... Der Film schildert die damaligen Geschehnisse aus unterschiedlichen Perspektiven. Auch Lech Walesa und sein politischer Gegenspieler Wojciech Jaruzelski kommen zu Wort.
Regelmäßig wiederkehrende Magazine Grenzgänger - z drugej strony Deutsch-polnisches Magazin Erscheinungsweise alle 4 Wochen montags um 15:30 Uhr auf MDR Näheres zum Programm siehe MDR
Kowalski trifft Schmidt Das deutsch-polnische Journal Erscheinungsweise alle 14 Tage am Sonntag 19:00 Uhr auf rbb Kowalski und Schmidt sind Allerweltsnamen für “den” Polen und “den” Deutschen. Wie leben sie, welche Probleme haben sie, wo gibt es Gemeinsames, wo Trennendes? Näheres zum Programm siehe rbb
rbb um Sechs Das Ländermagazin Jeden Donnerstag gegen 18.15 Uhr zeigt der RBB Rahmen der Sendereihe” rbb um Sechs” Nachrichten aus Polen.
Warschauer Notizen Feuilletonistisches Magazin des ARD-Studios in Warschau Erscheinungsweise in größeren Abständen.
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letzte Aktualisierung 29.08.2010
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